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  • WIENWOCHE: „demokrazija-ja-ja...“ zeigte blinde Flecken in Demokratiedebatte auf.

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    Leitungsteam zieht positive Bilanz nach WIENWOCHE 2013: „Kulturprojekte mit politisch-aktivistischem Anspruch sind notwendiger denn je.“

    Vergangenen Sonntag, am Tag der Nationalratswahl, ging die zweite Auflage des Kulturprojekts WIENWOCHE 2013 unter dem Motto „demokrazija-ja-ja...“ zu Ende. Von 12. bis 29. September 2013 nahmen die 17 WIENWOCHE-Projekte in über 50 Veranstaltungen an unterschiedlichen Orten Wiens das gegenwärtige demokratische System unter die Lupe.

    Das WIENWOCHE-Team zieht eine hoch zufriedene Bilanz: „Die vielfältige Resonanz auf die Projekte der WIENWOCHE 2013 zeigt: Kritische und aktivistische Kulturprojekte mit politischem Anspruch sind notwendiger denn je“, so Can Gülcü, der gemeinsam mit Petja Dimitrova und Radostina Patulova für die künstlerische und organisatorische Leitung von WIENWOCHE verantwortlich ist. Für öffentliche Debatten und wütende Reaktionen in diversen Parteizentralen sorgte das Projekt „WahlweXel jetzt!“. Es setzte sich auf aktivistische Weise mit dem Ausschluss vom Wahlrecht von fast einer Million hier in Österreich lebenden Menschen auseinander.

    „Der hohe Zuspruch des Publikums und die intensive Berichterstattung in den Medien zeigen, dass die 17 Projekte von WIENWOCHE 2013 bei der Themenwahl und hinsichtlich ihrer Präsentationsformen den Nerv der Zeit getroffen haben“, sagt Radostina Patulova. Eine Vielzahl an Besucher_innen bzw. aktiven Teilnehmer_innen nutzten das Veranstaltungsangebot der WIENWOCHE 2013. Zudem nahmen viele Menschen im öffentlichen Raum der Stadt von den Projekten Notiz, sei es im Rahmen des Flohmarkts in der Neubaugasse (Projekt „Die Gedanken sind frei“, Roma Kombinat), bei Wahlkampfaktionen der „Perversen Partei Österreichs“ (Projekt „Rebelodrom“) oder beim „Rapattack“-Konzert am Vortag der Wahlen am Wiener Mexikoplatz.

    Auch nach Ende der WIENWOCHE 2013 werden einige Projekte im Stadtraum von sich hören und reden machen: z. B. die „Gehörgänge“, Audio-Stadtspaziergänge an Orte emanzipatorischer Kämpfe in Wien. Unter www.gehoergaenge.at können die Audioguides zu den einzelnen Routen weiterhin runtergeladen werden. Die im Rahmen des Projekts „Recht auf Marmelade!“ (StadtFruchtWien und Kuserutzky Klan) forcierte Petition für mehr Obstbaumpflanzungen in der Stadt hat die nötige Unterstützung erhalten und muss im Petitionsausschuss des Wiener Landtags behandelt werden. Mehrsprachige Rechtshilfe-Broschüren, herausgegeben von Statt Wien und BettelLobbyWien im Rahmen des Projekts „Schaffen wir ein, zwei, viele Bettelbeaufragte“, bieten Bettler_innen und ihren Unterstützer_innen hilfreiche Informationen und Schutz vor Polizeiwillkür.

    Im Zentrum des WIENWOCHE-Konzepts steht die Entwicklung und Förderung gesellschaftspolitischer und kultureller Handlungsräume für künstlerische, soziokulturelle und zivilgesellschaftliche Akteur_innen – auch im Sinne einer Rückeroberung urbanen Raums. „Wir sind überzeugt, dass WIENWOCHE 2013 diesem Anspruch gerecht geworden ist. Viele Projekte haben hochaktuelle Themen und Anliegen aufgegriffen und diese den Besucher_innen näher gebracht“, erläutert Petja Dimitrova. Als Beispiel dafür weist Dimitrova auf jene Projekte aus dem Umfeld der Wiener Refugee-Bewegung hin, die dieses kontrovers umkämpfte gesellschaftliche Feld auch im transnationalen Kontext zur Debatte gestellt und ihre Stimme für das Bleiberecht erhoben haben.

    Für das Jahr 2013 steht der WIENWOCHE ein Budget von 453.000 Euro aus Mitteln der Kulturabteilung der Stadt Wien zur Verfügung. Die WIENWOCHE gibt über die Verwendung der Mittel in öffentlichen Quartalsberichten Auskunft. Diese sind hier einsehbar: www.wienwoche.org/2013/de/69/quartals-_berichte.

    „Wir möchten allen Mitarbeiter_innen, den Projektträger_innen und -beteiligten sowie den Besucher_innen von WIENWOCHE 2013 für zweieinhalb ereignisreiche und spannende Wochen danken. Akteur_innen der Zivilgesellschaft haben gezeigt, mit welcher Vielfalt und politischen Treffsicherheit sie das Wiener Kulturleben zu bereichern imstande sind“, so Can Gülcü, Petja Dimitrova und Radostina Patulova abschließend.