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© Wienwoche 2013

Im "Superwahljahr" 2013 stellte WIENWOCHE das Konzept der Demokratie ins Zentrum. Was heißt Demokratie heute, was erwarten wir uns von ihr? Was steht und was sollte zur Auswahl stehen? Für wen gilt das Versprechen der Demokratie, Mitsprache- und Mitbestimmungsrechte zu erhalten? Wird Demokratie tatsächlich durch das so genannte allgemeine Wahlrecht verwirklicht? Wer gehört zu dieser Allgemeinheit und wer, aus welchen Gründen, nicht?

Vor allem fragen wir: Welche Handlungsmöglichkeiten bestehen für jene, die sich mit den gesellschaftlichen Verhältnissen nicht zufrieden geben wollen? Wie können wir die Entscheidungen über unser gemeinschaftliches Leben, die aus dem Bereich des Politischen immer mehr in jenen des Wirtschaftlichen verschoben werden, zurückerobern? Welche solidarischen und emanzipativen Entwürfe des Zusammenlebens werden entwickelt und wie können diese möglichst Viele in der Gesellschaft erreichen, begeistern und bewegen?

Jede Gesellschaft ruht auf einem stillen, zumeist unhinterfragten Konsens. Dieser bedeutet für Viele gerade nicht die Chance zu haben, ihre Fähigkeiten bestmöglich zu entwickeln, er bewirkt auch Ausschluss, Ausgrenzung und Ausbeutung. Wir fragen danach, wie der derzeitige gesellschaftliche Konsens herausgefordert und verändert werden kann. Welche Modelle, Organisationsformen, Institutionen (wie Schulen, Medien, Museen, Parteien, Interessensvertretungen, ...) oder Selbstverständnisse notwendig sind, deren Basis Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, Solidarität und Selbstbestimmung bilden.

Für das Team von WIENWOCHE
Petja Dimitrova, Can Gülcü und Radostina Patulova