Bildung zur utopischen Imagination

Bildung zur utopischen Imagination
© Pat Costa, Adriana Torres

maiz und das kollektiv – zwei Selbstorganisationen von ­Migrant*innen – laden im Rahmen eines Symposiums zur Bildung utopischer Imagination.

Di, 17.9., 14:00–20:00

Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien

Keine Anmeldung nötig.

Symposium

Wie kann Pädagogik reflexiv und intervenierend Impulse für gerechtere Verhältnisse und Bildungspraktiken geben? Ausgehend u.a. von dieser Frage veröffentlichten maiz, das kollektiv, COMPA und EGRD (Entschieden gegen Rassismus und Diskriminierung) 2019 eine Sammlung (A) von Beiträgen aus Bolivien, Brasilien, Deutschland und Österreich. In der Zeit nach der Entstehung dieser Texte sahen wir uns jedoch global mit maßgeblichen politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen und Herausforderungen konfrontiert. Wie lesen wir, Akteur*innen in der kritischen Erwachsenenbildung in Brasilien und Österreich, diese Texte heute? Wie denken wir die dort beschriebenen Praktiken und Ansätze weiter? Was ist seitdem passiert? Wie schätzen wir die Lage ein? Analysieren wir den Aufschwung der reaktionären Kräfte im Verhältnis zu den vielen Errungenschaften, die in den letzten Dekaden im Dissens erkämpft wurden? Waren wir (nicht) vorbereitet auf diese anstehenden weiteren Kämpfe? Warum? Wie handeln wir nun? Wie gestalten sich widerständige Bildung und Organisierung in Zeiten rechtsextremer Regierungen und kapitalistischer und rassistischer Nekropolitik? Das Symposium möchte einen offenen Raum für Dialog mit Akteur*innen des Globalen Südens schaffen; einen Raum, der die radikale (Selbst-)Kritik von Lehrenden und Aktivist*innen im Feld der kritischen Erwachsenenbildung in Österreich ins Zentrum stellt. maiz und das kollektiv befragen sich gegenseitig und laden zur Diskussion ein.


Programm:

14:00 Ankommen, Begrüßungen, Präsentation des Programms
14:30 bis 16:00: Vorträge
16:30 bis 18:00: Gruppendiskussionen (Vorbereitung der Fragen für Diskussion im Plenum)
18:15 bis 20:00: Diskussion im Plenum, Abschluss
 

Vortragende:

Symmy Larrat
Sexarbeiter*in, Transperson und Präsident*in der ABGLT (Brasilianische Vereinigung für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transpersonen), Koordinator*in des Bildungsprojekts Transcidadania in São Paulo von 2015 bis 2016, Autor*in.

Sonia Couto Souza Feitosa
Master- und Doktoratstudien an der USP – ­University of São Paulo, Koordinatorin und mitwirkende Lehrerin in Alphabetisierungsprojekten für Erwachsene, Koordinatorin des Paulo ­Freire Reference Center, Mitglied des erweiterten Direktionsteams vom Instituto Paulo Freire in São Paulo, Autorin. 

Rubia Salgado
Unterrichtende in der Basisbildung (Schwerpunkt: Alphabetisierung und Deutsch als Zweitsprache), in der Aus- und Weiterbildung von Lehrenden, Autor_in, Mitbegründer_in von maiz, seit 2015 im Verein das kollektiv tätig. 


(A) Pädagogik im globalen postkolonialen Raum. 
Bildungs­potenziale von Dekolonisierung und Emanzipation, herausgegeben von maiz, das kollektiv, COMPA und Entschieden gegen Rassismus und Diskriminierung, Beltz Verlag 2019

Eintritt frei!
Veranstaltungsspachen: Portugiesisch mit Simultanübersetzung in Deutsch
Keine Voranmeldung nötig!
Bei Bedarf gibt es während der Veranstaltung Kinderbetreuung. Wenn gewünscht, bitte um Bekanntgabe bis zum 12.09.2019 unter reservation@wienwoche.org inkl. Angabe zum Alter der Kinder.
Der Veranstaltungsraum ist ebenerdig befahrbar, ohne barrierefreies WC