OPEN BORDER CONFERENCE
CREATING SHARED SPACES OF STRUGGLE

OPEN BORDER CONFERENCE<br>CREATING SHARED SPACES OF STRUGGLE
© Marta Stojić Mitrović, Belgrade Barracks, 2017

EIN PROJEKT VON

MONIKA MOKRE & KLAUDIA WIESER

Fr, 11.9.,

ERÖFFNUNG

THEATER ODEON, 1020 WIEN

Das Versäumnis staatlicher Institutionen, Hilfe zu leisten, die Behinderung von Seenotrettung im Mittelmeer, gewaltvoller Grenzschutz, illegale Pushbacks und sich zunehmend verschlechternde Bedingungen in den Lagern entlang der Balkanroute machen 2020 zu einem weiteren Schreckensjahr für Menschen auf der Flucht. Ausgeweitete Frontex-Einsätze und fortwährende imperiale Kriegsführung stehen für einen Nullpunkt des tödlichen Spiels, der die Festung Europa und die Privilegien ihrer Bürger_innen sichern soll.

Geflüchtete und Migrant_innen, Unterstützungsgruppen und No-Border-Aktivist_innen leisten seit Jahrzehnten Widerstand gegen das europäische Grenzregime. Sie kämpfen gegen die Macht – aber die Macht schlägt zurück: Diese Gruppen werden kriminalisiert und durch ein komplexes System von Grenzschließungen, Überwachung und Gewalt bedroht. Die globale COVID-19 Pandemie erschwert die Situation enorm. Unter diesen Umständen sind lokale und internationale Solidarität, Verantwortlichkeit und Intervention umso dringlicher. Die OPEN BORDER Konferenz eröffnet mit einem geschlossenen Vernetzungsworkshop der teilnehmenden Gruppen, in dem eine Debatte über Solidarität und gegenseitiges Empowerment im Zentrum steht. Im Anschluss an den Workshop findet eine öffentliche Panel-Diskussion statt, bei der Vertreter_innen von IOM, UNHCR und der Europäischen Kommission zu Antworten auf die Kritik der Aktivist_innen und zu Handlungsvorschlägen aufgerufen werden.