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  • Für ein Archiv der Migration, jetzt!

    arif akkilic / ljubomir bratic

    Mehr als fünfzig Jahre ist es her, dass die ersten "Gastarbeiter_innen" nach Österreich kamen. Trotz ihrer Jahrzehnte langen Präsenz kommt die Geschichte der Migrant_innen in der offiziellen österreichischen Geschichtsschreibung kaum vor. Der Staat, der u.a. in Schulbüchern, über Straßennamen, Museen und Feiertage die Bedeutung historischer Symbole reguliert, verbannt Migrant_innen aus dem nationalen Gedächtnis.

    Angesichts solcher rassistischen Ausschlüsse reklamieren Arif Akkilic und Ljubomir Bratic mit ihrer Kampagne die Errichtung eines "Archivs der Migration": Eine Stelle, die es sich zur Aufgabe macht, die zerstreuten und in Privatsammlungen befindlichen Dokumente und Artefakte zusammenzuführen und systematisch aufzuarbeiten. Ein solches Archiv fungiert als ein Ort, der das marginalisierte Wissen ins Zentrum rückt und Aufmerksamkeit schafft für Fragen wie: Wer sind die Subjekte der Geschichte? Wessen und weshalb wird in Österreich gedacht? Welche Perspektiven werfen MigrantInnen selbst auf Migration?

    Eine Transparent- und Plakataktion thematisiert die fehlende Existenz eines solchen Gedächtnisortes. Daneben soll eine Diskussionsveranstaltung das Ziel, ein Wiener "Archiv der Migration" zu etablieren, ins öffentliche Bewusstsein rücken: MigrantInnen sind nicht ohne Geschichte – für ein Archiv der Migration, jetzt!

    Podiumsdiskussion: Archiv der Migration! Jetzt in Wien!

     

    Termine/Orte:

    Fr, 5.10.:
     

    Transparent- und Plakataktion

    rund um den Karlsplatz, 1040, und in Wien

     

    Fr, 5.10., 19.00:
     

    Podiumsdiskussion "Archiv der Migration! Jetzt in Wien!"

    Wienbibliothek im Rathaus, Lesesaal, 1010, Rathaus
    Eingang Lichtenfelsgasse 2, Stiege 6 (Lift), 1. Stock

    Şenol Akkılıç (Die Grünen Wien), Vida Bakondy (Arbeitskreis Archiv der Migration), Ljubomir Bratić (Kampagne "Für ein Archiv der MIgration, jetzt!"), Li Gerhalter (Sammlung Frauennachlässe an der Universität Wien), Dirk Rupnow (Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck), Nurten Yılmaz (SPÖ Wien)
    Moderation: Nedad Memić (KOSMO)
    Begrüßung: Sylvia Mattl-Wurm (Direktorin Wienbibliothek)