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  • Migration: Entwicklungsarbeit an der österreichischen Gesellschaft

    „Migrazija-yeah-yeah…“: Vorschau auf das Programm von WIENWOCHE 2014

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    Von 12. bis 27. September 2014 erlebt WIENWOCHE unter dem Motto „Migrazija-yeah-yeah…“ ihre dritte Auflage. 14 künstlerische und aktivistische Projekte leisten dabei Erste Hilfe: für jene, die sich als Mehrheitsgesellschaft verstehen und ganz beseelt davon sind, andere zu integrieren, tolerieren und akzeptieren. Und natürlich auch für jene, die sich von allem Fremden bedroht fühlen und lieber unter sich bleiben. Beiden Gruppen zeigt WIENWOCHE 2014 auf, dass die österreichische Mehrheitsgesellschaft eine stete Neuerfindung von Migrant_innen ist – seit rund 150 Jahren.

    14 kräftige „Yeah’s!“ auf die Migration und ihre Subjekte, die Migrant_innen! Denn sie sind, so die Behauptung von WIENWOCHE 2014, wesentliche Träger_innen der gesellschaftlichen Weiterentwicklung in Österreich. Migrant_innen fordern und fordern heraus, sie kämpfen und verändern: Gesetzgebung, Verteilung, Sprache, Wissen, Arbeit, Familie und Liebe.

    „Ohne Migration ginge nichts in diesem Land. Und nichts ginge weiter. Weil Migration lebendige, gelebte Utopie ist: Sie stößt an Grenzen aller Art, überschreitet sie, verschiebt sie und trägt sie tagtäglich ab. Migration ist stete Arbeit an der Gesellschaft von morgen. Genau darauf will WIENWOCHE 2014 hinweisen: künstlerisch, kämpferisch, kontrovers, lustig, radikal“, so das Leitungsteam der WIENWOCHE, Petja Dimitrova, Can Gülcü und Radostina Patulova.

    Die 14 Projekte von WIENWOCHE 2014 erkunden, enthüllen, kommentieren und zelebrieren die unterschiedlichen Facetten dieser oft unsichtbar gemachten Arbeit. So zeichnet eine szenische Collage historische und gegenwärtige Kämpfe von Migrant_innen für mehr soziale Rechte nach. Mit einem opulenten Hochzeitsbankett wird der im wahrsten Sinne Grenzen sprengende Migrations(hinter)grund Liebe gefeiert, eine Tauschbörse für Dienstleistungen zeigt solidarische Wege des Zusammenlebens und -arbeitens auf, eine Publikation erinnert an die kafkaesken Erfahrungen auf dem Weg zu einem rechtlich gesicherten Leben – oft genug verknüpft mit einer Vokabel: „warten“.

    Allen Projekten ist gemeinsam, dass sie vermeintlich abgeschlossene Erzählungen zum Thema Migration durchbrechen: beispielsweise mit einer „Häfn-Revue“ zum Verhältnis von Gefängnis und Migration, einem Film- und Diskussionsprogramm über das Schaffen migrantischer Filmemacher_innen in Österreich oder durch Interventionen in laufende Ausstellungen von Wiener Museen. Weitere Programmpunkte im Rahmen von WIENWOCHE 2014:  eine Ausstellung zu afrikanischen Diaspora-Positionen, eine Buchedition mit nie geschriebenen Büchern zur Migration sowie ein musikalischer Abend im Zeichen der „Songs of Gastarbeiter“.


    Informationen zu Projekten und Mitwirkenden.