Messe für Arbeit und Arbeitslosigkeit
Wie Arbeitslosigkeit definiert und wahrgenommen wird, unterliegt politischen und sozialen Aushandlungsprozessen. Jedoch haben arbeitslose Menschen – insbesondere Frauen und Migrant_innen – keine Lobby und werden nur selten gehört. Initiativen von Erwerbslosen schaffen sich selbst Möglichkeiten, um sich zu vernetzen und in politische Debatten einzugreifen. Dabei geht es nicht nur darum, die Solidarität unter Arbeitslosen zu fördern, sondern auch Bündnisse zwischen Arbeitssuchenden und Erwerbstätigen herzustellen.
Vor diesem Hintergrund bietet die "Messe für Arbeit und Arbeitslosigkeit" Gelegenheit für Austausch und Weiterbildung: Inputs und Workshops von und mit Vertreter_innen von Arbeitslosen-Initiativen und anderen Expert_innen stehen ebenso auf dem Programm wie künstlerische Auseinandersetzungen rund um die Themen Arbeit(slosigkeit) und soziale Rechte. So beschäftigt sich das aus einem Joblosen-Projekt hervorgegangene partizipative Theaterstück "LOS SUCH ARBEIT" sich mit der Frage des Grundeinkommens, während der dokumentarische Kurzfilm "da[sein]" die aktuellen Debatten über "Integration" und "Leistung" kritisch in den Blick nimmt.
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